Untersuchungen zur Struktur und Fangeffizienz der deutschen Kutterflotte

Chryssoulis , Paul (1986) Untersuchungen zur Struktur und Fangeffizienz der deutschen Kutterflotte (Diploma thesis), Christian-Albrechts-Universität Kiel, Kiel, Germany, 71 pp

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Abstract

1) Die Fängigkeitskoeffizienten nehmen tendenziell mit der Größe der Fahrzeuge bzw ihrer Motorstärke in den bestimmten Klassen zu.
2) Die mittlere fischereiliche Sterblichkeit entspricht diesem Trend stärker. In der Ostsee ist die fischereiliche Sterblichkeit bei der Verwendung des demersalen Netzes geringer, als beim pelagischen Netz bei gleichgroßer Fängigkeit. Dies begründet sich wahrscheinlich aus den hydrographischen Bedingungen im Bornholmbecken. In der Seelachsfischerei ist die fischereiliche Sterblichkeit durchschnittlich hoch bei extrem hoher Fängigkeit. Der geringere Aufwand in dieser Fischerei kann aus dem relativ geringen Erlösen pro Kg Fisch, sowie aus den langen Anfahrtswegen zu den Fangplätzen erklärt werden.
3) Die Kutterklasse mit geringer Motorstärke bzw Längen zeigen die absoluten Schleppzeiten aller Klassen.
4) Prozentuale Abweichungen der maximalen von den mittleren fischereilichen Sterblichkeiten nehmen mit steigender Klasse ab. Da die größeren Fahrzeuge mit höherer Motorstärke einen höheren Fängigkeitskoeffizienten haben, bedeutet dies, daß sie ihren Zeitaufwand nicht in gleicher Weise erhöhen können, bedingt durch längere Werftliegezeiten und größere Anfahrtswege zum Fangplatz. Die höchsten Steigungsraten zeigt sich in der Schellfischfischerei.
5) Für die demersale Ostsee-Kabeljaufischerei ist eine Intensivierung der Fischerei über Steigerung der Einsatzzeiten, weniger erfolgsversprechend als in anderen Fischereien. Eine Umstrukturierung erscheint dagegen lohnender.
6) Die geringste Ertragssteigerung durch Umstrukturierung zeigt sich in der pelagischen Kabeljaufischerei in der Ostsee.
7) In der Seelachsfischerei erscheinen sowohl Steigungen der Einsatzzeiten wie Umstrukturierung der Flotte erfolgsversprechend, wobei der Marktpreis das Limit des Zuwachses begrenzt.
8) Bei Variation der Flottenstruktur und maximierter Einsatzzeit ergeben sich relativ geringe Erhöhungen im Vergleich zu den nur mit maximaler Schleppzeit erzielten Zuwächsen. Die Sonderstellung der demersalen Ostseefischerei zeigt sich aus der wesentlichen Steigerung auf über 16000 t. Eine Kombination von Strukturveränderungen und Einsatzzeit würde zu einer Erhöhung des Fangpotenzials führen.

Document Type: Thesis (Diploma thesis)
Thesis Advisors: Schnack, Dietrich
Research affiliation: OceanRep > Leibniz-Institut für Meereswissenschaften
Date Deposited: 21 Sep 2020 12:49
Last Modified: 21 Sep 2020 12:49
URI: http://eprints.uni-kiel.de/id/eprint/50486

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